
Ideen brauchen manchmal nur eine freie Wand. Gemeinsam verwandelten die Jugendlichen Kreativität in sichtbare Zeichen für Zusammenhalt und Mitgestaltung.
Aus einer weißen Wand wurde ein gemeinsames Kunstwerk: Während der Herbstferien verwandelten Jugendliche aus Quedlinburger Sekundarschulen im Rahmen eines zweitägigen Graffiti-Workshops kreative Ideen in farbenfrohe Motive. Unter der Anleitung eines erfahrenen Graffiti-Künstlers aus Jena lernten sie nicht nur verschiedene Techniken kennen, sondern setzten sich auch mit der Geschichte des Graffitis sowie dem Unterschied zwischen legaler Street Art und illegalem Sprayen auseinander.
Nach ersten Entwürfen auf Papier und praktischen Sprühübungen ging es am zweiten Tag an die Gestaltung der Wand. Mit viel Kreativität, Teamgeist und Freude entstanden individuelle Graffiti, die die Handschrift der jungen Künstlerinnen und Künstler tragen. Dabei stand nicht nur das künstlerische Ergebnis im Mittelpunkt, sondern auch der gemeinsame Gestaltungsprozess, bei dem Ideen geteilt, Entscheidungen gemeinsam getroffen und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich wurden.
Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Ausklang im Jugendclub Kleers. Die durchweg positive Resonanz zeigte, wie groß das Interesse an kreativen Beteiligungsformaten ist. Viele Jugendliche wünschten sich eine Fortsetzung und mehr Zeit für die gemeinsame Arbeit. Das Projekt machte deutlich, wie Kunst Menschen verbindet, Selbstvertrauen stärkt und jungen Menschen Raum gibt, ihre eigenen Ideen sichtbar werden zu lassen.