Am 18. März 2026 wurde der Große Saal des Kaiserhofs in Quedlinburg zum Ort eines besonderen Austauschs: Unter dem Titel „Zwischen Hoffnung und Sorge: Zukunftsprojekt Morgenrot“ kamen rund 130 Bürgerinnen und Bürger zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Eingeladen hatte die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Quedlinburg in Kooperation mit Mehr Demokratie e.V..
Im Mittelpunkt des Abends stand nicht die klassische Diskussion von Pro und Contra. Stattdessen ging es um etwas anderes: um persönliche Perspektiven, um Gefühle, um Erfahrungen und darum, einander wirklich zuzuhören. Das Zukunftsprojekt „Morgenrot“, das unter anderem neue Industrie und Gewerbeflächen sowie Nutzungen für Photovoltaik und Landwirtschaft östlich der Stadt vorsieht, bewegt viele Menschen zwischen Zuversicht und Skepsis.
Das bewährte Format „Sprechen und Zuhören“, das bereits zum vierten Mal in Quedlinburg durchgeführt wurde, schuf dafür den passenden Rahmen. Es bietet einen geschützten Raum, in dem jede Stimme zählt: ohne Unterbrechung, ohne Bewertung, ohne das Ziel, andere zu überzeugen. Stattdessen steht das gegenseitige Verstehen im Mittelpunkt.
Nach einem kurzen Grußwort des Oberbürgermeisters gingen die Teilnehmenden in Kleingruppen in den Austausch. Dabei wurde schnell deutlich, wie vielfältig die Sichtweisen sind: Für die einen ist „Morgenrot“ eine Chance für die wirtschaftliche Entwicklung der Region, für andere überwiegen die Sorgen um Landschaft, Umwelt und Lebensqualität. Gerade diese Vielfalt machte den Abend so wertvoll, denn sie konnte nebeneinander bestehen und miteinander ins Gespräch gebracht werden.
Die große Resonanz und die offene, respektvolle Atmosphäre zeigen, wie wichtig solche Dialogräume sind. Der Gesprächsabend hat einmal mehr verdeutlicht: Wenn Menschen einander zuhören, entsteht Verständnis und damit eine wichtige Grundlage für das Zusammenleben und die gemeinsame Gestaltung der Zukunft in Quedlinburg.













